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10 Pints....Lest we forget

  • Autorenbild: Alfie Mace
    Alfie Mace
  • 23. Nov. 2025
  • 11 Min. Lesezeit

Millwall FC - Preston North End 1:1 (1:1)

The Den, Zuschauer: 15.788, Auswärtsfans: 1.190 (08. Nov. 2025)

Eigentlich wollte ich mit Millwall unter der Woche nach Birmingham gegen City fahren. Allerdings waren die Flugpreise eine Frechheit. Somit wurde diese Idee verworfen und sich für das Wochenendspiel gegen den allerersten englischen Meister, Preston North End, entschieden. An diesem Tag sollte auch der Remembrance Day begangen werden. Das war doch was. Und da das Spiel für 12.30 Uhr terminiert wurde, konnte ich gemütlich am Abend nach Hause fliegen.

An meinem letzten Urlaubstag klingelte somit um 7:00 Uhr der Wecker. Ich versuchte, mich ohne Stress im Bad fertig zu machen, um dann anschließend ganz entspannt zum Flughafen zu fahren. Für die Sicherheitskontrolle hatte ich mir einen Slot für die Fast Lane gebucht. Da es nichts kostet, kann man das ja mal testen. Mit der U-Bahn und anschließend der S-Bahn fuhr ich im Berufsverkehr in Richtung Flughafen. Während die anderen zur Arbeit mussten, wusste ich, dass ich heute den Mittag in der Brauerei bei Fuller's verbringen werde. Nach dem ich mit der Boardkarte eingecheckt hatte, ging ich direkt zur Fast Lane. Letztendlich ist es nichts anderes als die Sicherheitskontrolle bei der First Class, aber ich konnte etwas später als sonst diese Prozedur hinter mich bringen. Insgesamt ging es tatsächlich etwas schneller. Allerdings waren die Security-Mitarbeiter so von den besser betuchten Fluggästen gestresst, dass es nicht wirklich voran ging. Die Wortgefechte hielten dann doch alles auf. Wenn dann ein Fussball-Assi aus der zweiten Reihe, durch ungefragte Wortmeldungen die Stimmung in dieser Szenerie auch noch anheizt, dann schwillt Frau Bankdirektor aus dem Taunus schnell der Kamm. Irgendwann war dieser Zirkus auch vorbei und ich trottete in Richtung Gate. Prima, wieder mit dem Bus auf das Vorfeld fahren. Das kann ich richtig gut leiden. Auf das obligatorische Flughafenbier verzichtete ich heute, denn im Laufe des Tages würde ich schließlich noch etwas bekommen. Nachdem wir mit dem Shuttle-Transfer den Flieger erreicht hatten war klar, der Flug ist ausgebucht. Als ich meinen Gangsitzplatz eingenommen hatte, bemerkte ich, den anderen Gangplatz hatte eine Mutter mit Kleinkind. Dies nölte nun vom feinsten. Wunderbar! Das wird ja lustig. Aber Mutti hatte die Sache im Griff. Brust raus, Kind dran. Satt und eingeschlafen konnte es los gehen. Puhh, Glück gehabt! Den ganzen Flug über musste ich nun über Muttis Schuhe nachdenken. Sie trug Moonboots, aber als Halbschuhe. Warum? Das widerspricht doch völlig der Funktion dieses Kleidungsstückes. Verrückt.

In London angekommen, scheiterte meine Einreise mal wieder an der automatischen Passkontrolle. Seit die Inselbewohner die Einreise mit ETA kombinieren, muss ich jedes mal zu einem Officer an den Schalter. Das ist so nervig, dass man sich überlegen muss, nicht vielleicht doch via Schlauchboot überzusetzen. Das geht einfacher und man bekommt eventuell noch Knete. Vom Flughafen nahm ich die Piccadilly Line nach Acton Town, stieg dann in die District Line um und fuhr weiter nach Stamford Brook. Nach einem 15-minütigen Spaziergang durch Chiswick erreichte ich die Griffin Brewery. Hier werden die guten Naschereien von Fuller's gebraut. Eine richtig schöne Gegend ist das hier. Ich steuerte den Brauerei-Shop an. Für 14:00 Uhr hatte ich eine Führung gebucht. Da ich noch eine Menge Zeit hatte, wollte ich eine Runde um die Brauerei drehen. Gesagt, getan. Auf halber Strecke überraschte mich dann ein Platzregen. Zwischenzeitlich musste ich mich unter einen Baum stellen, um nicht noch nasser zu werden. Hier stand ich nun gut 15 Minuten wie bestellt und nicht abgeholt herum. Als der Regen nachließ, marschierte ich zurück zum Souvenir-Shop. Wie ein begossener Pudel trat ich ein. Da ich noch eine Weile Zeit hatte bis meine Führung begann, holte ich mir erst mal ein leckeres Pint HSB Ale. Irgendwas musste ich ja machen. Zur Führung durften wir orangene Westen tragen. Schon erstaunlich, denn es ist eine kleine Brauerei und offensichtlich wird hier Freitag nachmittags nicht gearbeitet. Hier wird schon keiner verloren gehen. In meiner Tourigruppe fanden sich etwa 7 Japaner wieder, die gerade einen Teamausflug mit ihrem Arbeitgeber unternahmen. Sie freuten sich sehr, dass Fuller's mittlerweile von "Asahi" aufgekauft wurden. Die mischen sich zwar nicht in den Brauprozess ein, haben aber das neue Logo bzw. die Glasdesigns völlig versaut. Die Führung war insgesamt ganz nett gemacht. Es ist schon sehr familiär dort, aber vom Hocker hat es mich nicht gerissen. Eine Verköstigung gab es nur am Ende für gut 20 Minuten. Das war schon enttäuschend. Aber der geübte Trinker schaltet den Turbo an und feuert sich dann noch fix 3 Bier rein. Manchmal ist man erschrocken über sich selbst, aber nur für kurze Zeit. Zurück im Shop kaufte ich mir noch zwei Notizbücher und wenn ich schon mal da bin, dann noch ein weiteres Pint an der Bar. Nun war es Zeit zu gehen. Ich ging zurück zur U-Bahn und fuhr zum Oxford Circus.

In der City war ich mit dem Anwalt aus Münster verabredet. Ihn hatte ich schon Jahre nicht mehr gesehen. Treffpunkt war der "The Jon Snow" Pub Über die Carnaby Street ging ich in Richtung Pub. Hier war ich ewig nicht mehr gewesen. Vor dem Pub begrüßten wir uns und steuerten direkt die Zapfhähne an. Während wir uns unsere Getränke aussuchten, kam auch Mr. Elephant & Castle hinzu. Der Anwalt ging am Abend noch zum Auftritt von Ricky Gervais, der im Palladium spielte. Britischer Humor kickt in der eigenen Hauptstadt einfach noch mal härter. Und wer weiß wie lange Free Speech in Großbritannien noch möglich ist, bei 12.500 Strafanzeigen wegen freier Meinungsäußerung innerhalb eines Jahres. Dies gibt einem schon zu denken. Sei es drum. Nach zwei Pints verabschiedete er sich und ging zum Gig. Mit Mr. Elephant & Castle starten nun eine Pub Tour durch Soho. Wir begannen im "Shakespears Head". Dort aß ich erstmal ein Steak. Danach ging es weiter in den "Blue Post" Pub. Auf Mr. Belvedere mussten wir an diesem Wochenende verzichten, denn der feine Herr hatte sich für gut 4 Wochen nach Australien verabschiedet. Urlaub und ein Test-Match der englischen Cricket-Nationalmannschaft standen für ihn auf dem Programm. Mr. Elephant & Castle schleifte mich nun in den Pub "Leicester Arms". Die Touris werden ihn kennen, ist er doch unweit des Piccadilly Circus. Nach dem ich jetzt gut die Lampe an hatte, wollte ich eigentlich nach Hause. Da machte mir meine Begleitung allerdings einen Strich durch die Rechnung. Er wollte noch mal gegenüber in den "Glas Blower" Pub. Hier ähnelte es eher einem Nachtclub als einem gemütlichen Pub. Dazu war die Musik sehr, sehr laut. Das juckte Mr. Elephant & Castle aber nicht. Wir nahmen einen Scheidebecher, liefen dann zu Piccadilly Circus und nahmen die U-Bahn zur Endstation. Völlig fertig kamen wir bei ihm an. An duschen war in meinem Zustand nicht zu denken, denn die Sturzgefahr war nicht von der Hand zu weisen. Jetzt hieß es schnell schlafen, denn um 9:00 Uhr waren wir schon wieder zum Frühstück mit dem Anwalt hier in South London verabredet.

Am nächsten Morgen war ich dann doch etwas angeschossen. Ich habe wohl eines der Ales nicht gut vertragen. Jedenfalls fiel mir das Aufstehen sehr schwer. Das erklärt wohl auch, weshalb ich gut 35 Minuten später aus dem Bett geklettert bin als geplant. Reguläres Duschen war jetzt zeitlich nicht mehr drin, somit lief es auf eine Türkendusche hinaus. Während ich mich im Eiltempo salonfähig machte, meldete sich der Anwalt. Er war schon vor Ort und hielt uns an, uns zu beeilen. Als ich aus dem Badezimmer trat, kam mir Mr. Elephant & Castle noch im Pyjama entgegen. Ich solle dem Anwalt sagen, wir kommen etwas später. Als mein Gastgeber dann endlich startklar war, gingen wir los. Auf dem Weg zum Café erzählte er mir, er lebe seit 37 Jahren hier und war noch nie in diesem Café. Dabei ist es nur 10 Minuten von ihm entfernt. Als wir ankamen, wartete der Anwalt schon ungeduldig. Wir begrüßten uns und wurden dann von der Kellnerin an unseren Tisch gebracht. Es war ein wirklich schönes Café. Stilvoll eingerichtet und äußerst gemütlich. Leider hatten wir den Besitzer Austin verpasst. Laut Anwalt sieht dieser aus wie ein Charakter aus einem Guy Ritchie-Film. Schade, denn ich hätte ihn gerne gesehen. Unsere Mägen füllten wir mit einem klassischen English Breakfast. Das ist nicht nur ein gutes Katerfrühstück, es ist auch die ideale Grundlage für einen Tag beim Fußball. Nach dem Frühstück liefen wir zur London Bridge. Hier wollte uns Mr. Elephant & Castle den neuen Wetherspoons Pub zeigen. Unsere Freude hielt sich in Grenzen. Glücklicherweise ließ er sich dies ausreden und von einem Besuch im "Old Kings Head" Pub überzeugen. Ich mag diesen Pub, der eigentlich nur ein Gastraum ist, aber mit Teppich und etwas Parkett ausgestattet wurde. Wir fragten den Bouncer ob wir schon hinein könnten. Nach kurzer Rücksprache mit dem Wirt ließ er uns rein. Wir waren selbstverständlich die ersten Gäste. Ein Guten Morgen-Pint war aber nun wirklich angebracht. Mit Mr. Belvedere kann man hier nicht einkehren, denn er hatte vor Jahren hier mal ein Thema mit dem Wirt. Genaueres müsste man aber bei ihm erfragen. Während wir gemütlich das Bier tranken, kam der Getränkelieferant. Da rollt der Fahrer doch jedes Bierfass buckelnd in den Pub. Eine Schweinearbeit, da waren wir uns einig. Ob die hier keine Sackkarre kennen würden, warf der Anwalt ein. Berechtigte Frage. Effizienz liegt dem Engländer wohl nicht. Es ist mir ein Rätsel, wie dieses Volk 1/3 dieser Welt erobern konnte. Als die Gläser geleert waren, machten wir uns auf zum Bahnhof, um zum Stadion zu fahren.

Mit dem Vorortzug fuhren wir eine Station zur Haltestelle "South Bermondsey". Über die Ilderton Road liefen wir dann gemütlich zum Stadion. Dort angekommen, deckte ich mich mit 3 Pins und einem Matchprogramm ein. Nun fehlte mir noch ein Poppy aus Papier. Bei einem Stand der British Army konnte ich eines gegen eine Spende erwerben. Während Mr. Elephant & Castle die Karten für Pompey away holte, brachte der Anwalt seine Tasche zum Aufbewahrungscontainer. Danach gingen wir hinter die Cold Blow Lane-Tribüne zu den Erfrischungsständen. Dort gönnten wir uns erstmal ein Spitfire-Lager. Meiner Meinung nach eines der besten Stadionbiere aus Britannien. Wir lauschten zunächst den Eurodance Beats vom DJ. Der Anwalt zeigte noch keine all zu große Begeisterung. Das wurde erst besser, als Klassiker von Madness oder The Clash aus den Boxen dröhnte. Zwischenzeitlich gesellte sich Copa Cabana zu uns. Er ist ein Freund von Mr. Belvedere und kommt auch öfter zu Millwall-Heimspielen. Sein Heimatverein ist allerdings Palmeiras aus Sao Paulo. Lustiger Kerl, sollte jeder mal kennenlernen. Kurz danach stiefelte auch Mr. PK und Baldhead zu uns. Jetzt war klar, einige gegnerische Spieler und der Schiedsrichter können sich heute wieder einiges Vulgäres anhören. Wir hatten eine gute Zeit und gingen dann rechtzeitig Richtung Drehkreuze. Es war nicht erlaubt meinen halbgefüllten Becher mit hinein zu nehmen. Das ist maximal verrückt, denn es ist der gleiche Becher mit gleichem Inhalt, den ich von Mitarbeitern des Clubs an vereinseigenen Bierständen erworben habe. Aber durch den Eingang darf ich es nicht nehmen. Vielen Dank!

Im Stadion nahmen der Anwalt, Copa Cabana, Mr. Elephant & Castle und meiner einer unsere Plätze im Oberrang ein. Die Sicht ist hier eindeutig besser. Wir schauten uns die Festivitäten zum Remembrance Day an. Hier wird den gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege gedacht. Vertreter der British Army legten Kränze hinter das Tor der Heimtribüne ab und es wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Leider wurde die Nationalhymne nicht gesungen. Das hätte dem Ganzen noch mehr Würde verliehen. Dann ging das Spiel los. Und was soll man sagen? Richtige Magerkost wurde uns geboten. Einen Geistesblitz hatte dann nach gut 15 Minuten Neghli von Millwall. Er spielte von der Mittelline einen Steilpass in Richtung Torhüter. Leider war es der eigene und ein Spieler von Preston schmiss seinen Huf in diese Aktion und erzielte somit die Führung für die Gäste. Na super, geht ja schon wieder gut los. Das Spiel entwickelte sich nur schwerfällig. Während des Spiels wummerten die Bässe des DJ's hinter unserer Tribüne. Wahrscheinlich hatten die Leute dort etwas mehr Freude als wir im Block 8. Zehn Minuten vor der Halbzeit hatte PNE einen Einwurf, den der Verteidiger zurück zum eigenen Keeper schmiss. Dieser nahm Anlauf und wollte den Ball weit nach vorne schießen. Er holte aus und zack....über den Ball getreten. Ivanovic erfasste die Situation am schnellsten, schnappte sich die Kugel und schoss sie zum 1:1 ins leere Tor. Irgendwie passte es zum Spiel. Dann war endlich Halbzeit. Der Anwalt verabschiedete sich, denn er musste sich jetzt schon Richtung Heathrow aufmachen. Sicher ist sicher, denn sein Rückflug nach Düsseldorf ging 90 Minuten vor meinem. Wir verabschiedeten uns und sind gespannt, ob wir mit dem Manager und dem Bierbrauer noch mal einen gemeinsamen Trip nach UK hinbekommen. Die zweite Halbzeit war leider nicht besser. Millwall hatte noch zwei sehr gute Einschussmöglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Preston hatte noch eine hundertprozentige Chance, vergab sie aber auch stümperhaft. Mehr passierte nicht. Keine Ahnung wie sich der Brasilianer immer wieder bei diesen Spielen fühlen mag. Für ihn müssen hier doch fast alle nur Holzfüße haben. Haben sie auch, aber manchmal klappt es doch ganz gut.

Nach dem Spiel mussten wir einen anderen Weg Richtung Surrey Quays nehmen. Aufgrund von Bauarbeiten war eine der Unterführungen gesperrt. Somit wurden wir am Gästeblock entlang geführt. Allerdings konnten wir entspannt vorbei laufen, denn Preston zeichnet sich nicht durch erlebnisorientierte Schlachtenbummler aus und Millwall hatte kein Interesse ihnen einen guten Heimweg zu wünschen. Um zur U-Bahnstation zu kommen, mussten wir durch ein Wohnviertel, das durchaus als ein sozialer Brennpunkt benannt werden könnte. Wie man hier im Dreck und Müll leben kann, ist mir ein weiteres Rätsel. Eines war aber klar, das typische Millwall-Publikum wohnt hier nicht. Das wir hier einem hübschen roten BH begegnen sollten, das konnte keiner erwarten. Ich glaube, jeder hatte sofort eine Idee, wie es zu dieser Szene kommen konnte. Aber die Gedanken sind zum Glück frei und bleiben im Verborgenen. Schließlich ist es ein anständiger Blog. Mit der U-Bahn fuhren wir dann zu London Bridge. Wir suchten den "Shipwright Arms" Pub auf. Mein letzter Besuch hier war der Start für mein OASIS-Abenteuer im Juli. Sofort kamen die Erinnerungen zurück. Im Pub bestellten wir uns erstmal ein Bier. Ich ließ mir ein Doom Bar schmecken. Nun kam Mrs Elephant & Castle dazu. Etwas vorwurfsvoll und belehrend sagte sie, ich hätte gestern 10 Pints gehabt! What??......Das kann ja gar nicht sein, erwiderte ich. Ihr Mann hätte wohl 6 Pints getrunken, sagte sie. Also Entschuldigung, keine Ahnung wie man auf 10 Pints bei mir kommt, wenn er 6 Pints hatte. Und die 4-5 in der Brauerei kann man ja auch nicht so zählen, denn einige waren ja bei der Verköstigung dabei. Das ist ja was anderes. Kurzzeitig fühlte ich mich zu unrecht beschuldigt. Als es Zeit war aufzubrechen, verabschiedete ich mich von allen. Bald sehen wir uns schon wieder. Vor dem Pub baute eine Rockband ihr Equipment auf und haute dann in die Saiten. Die waren echt gut, klangen etwas wie Guns N' Roses. Leider hatte ich keine Zeit zum verweilen. Ich musste nach Heathrow.

Die Fahrt nach Heathrow war ereignislos. Der Check-In wollte mal wieder nicht auf anhieb funktionieren, da die dämliche Maschine erneut meinen Pass nicht lesen wollte. So langsam nervt es. Nachdem ich die Sicherheitskontrolle zügig durchquert hatte, holte ich mir wieder mein typisches Flughafenfutter, den Meal Deal. Da habe ich mich schon richtig dran gewöhnt. Ich saß ein bisserl herum und schaute auf die Flugankündigungen. Wunderbar, der Flug nach Mumbai von 13:30 Uhr wurde für 19:45 Uhr angekündigt. Die kleine Verspätung wird die Stimmung im Flieger bestimmt gehörig steigern. Hossa! Ich ging dann zu meinem Gate und konnte direkt in den Flieger. Ich war völlig irritiert, denn hier war fast niemand. Als ich den Flieger betrat, war ich sichtlich überrascht. Offensichtlich werden wir mit etwa 30 Passagieren zurück nach Good Old Germany fliegen. Wie sollte es auch anders sein, auf meinem Platz saß irgend eine Tussnell. Sie hätte gedacht, der Platz wäre frei. Genau, am Notausgang. Diesen Platz wollte ich nicht aufgeben, denn Beinfreiheit ist doch was feines. Wir wechselten die Plätze und zufrieden ließ ich noch mal die vergangenen Stunden Revue passieren. Es hat mal wieder Freude bereitet, da konnte auch das maue Fußballspiel nichts ändern. Der Flug an sich war fix und ruhig. Selbst die Einreise war ereignislos. Zu Hause angekommen, nahm ich erstmal eine Dusche. Es war mittlerweile wirklich notwendig.

In 14 Tagen geht es wieder auf die Insel. Dann geht es mit Millwall auswärts zu Pompey. Darauf freue ich mich richtig, denn im Fratton Park war ich noch nie. Der Ground ist noch ein altes Stadion und in Portsmouth soll es immer etwas prickelnd sein. Auf geht's!

See you next time!

Keep it tidy, geezers....don't get nicked!


Alfie Mace



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