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Dabei sein ist alles...das Olympia Spezial

  • Autorenbild: Alfie Mace
    Alfie Mace
  • 18. Aug. 2024
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Juli 2025


Olympisches Fußballturnier

Dominikanische Republik - Usbekistan 1:1 (0:0)

Parc des Prince, Zuschauer: 30.456 (30. Juli 2024)


Olympisches Handballturnier

Ungarn - Norwegen 25:26 (13:11)

Deutschland - Kroatien 25:31 (13:15)

Arena Paris Sud 6, Zuschauer ca. 4.500 (31. Juli 2024)


Nach den Corona-Spielen in Tokio 2020 fanden die Olympischen Spiele endlich wieder mit Zuschauern statt, und dann noch vor der Haustür in Paris. Ungeplant und kurzfristig ergab sich für mich die Möglichkeit an diesem Ereignis teilzunehmen. Da lass ich mich nicht zweimal bitten.

Im Vorfeld stand schon fest, wir werden zum Handball gehen. Tickets wurden weit vor Olympia geordert, für 14:00 Uhr und 16:00 Uhr. Da stand noch nicht mal fest, wer gegen wen spielt. Letztendlich waren es die Spiele Spanien - Japan sowie Schweden - Slowenien. Gut, mir war es wurscht, denn mit Handball hab ich wenig am Hut. Zusätzlich konnten noch Karten für das Fußballturnier geschossen werden. Wem geht denn nicht das Herz auf, wenn er die Strand-Gigolos aus der Dom. Rep. gegen die Steppenkicker aus Usbekistan sehen kann? Kurz vor der Abreise konnten die ursprünglich gekauften Tickets für die nachmittäglichen Handballspiele verkauft werden und man ergatterte Karten für die Morgenrunde, inklusive Deutschland-Spiel. 154,-€ waren trotzdem ein stolzer, regulärer Preis.

Am Abreisetag klingelte der Wecker um 4:50 Uhr. Na hervorragend, das ist ja schlimmer als wenn es zum Fußball geht. Mit 2 1/2 Stunden Schlaf ging es dann erst mit der U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Dort noch fix was zum Schnabulieren geholt und ab in die Regionalbahn Richtung Ludwigshafener Vorstadt. Begleitet wurde ich diesmal von den "Sistern" aus dem Odenwald. Dieser Trip lag völlig in ihrer Planungshoheit und ich war endlich mal nur Teilnehmer ohne Aufgaben. In Anal-Stadt stieg dann die große, kleine Schwester dazu. Während die beiden bis Monnem klönten, versuchte ich wach zu werden. Hin und wieder stimmte ich obligatorisch ihrem Gespräch zu, folgte diesem aber nicht wirklich. Im Vorgarten Ludwighafens nahmen wir dann den ICE und es ging ohne Probleme und zeitliche Verzögerung nach Paris. Mit 3 1/2 Stunden ist dies eine ziemlich angenehme Verbindung. Auf dem Weg in Frankreichs Hauptstadt wurde online noch das Ticket für den ÖPNV gebucht. Schlappe 30,- € wollte der Franzmann für 2 Tage haben. Wunderbar! Am Ostbahnhof angekommen suchten wir uns die passende Metro in Richtung Montparnasse. Am Gare Montparnasse angekommen, irrten wir gut eine Viertel Stunde umher und fanden den Ausgang nicht. Irgendwann fragten wir drei Gandarme auf englisch, wo es denn zum Ausgang ginge? Das hätten wir uns auch sparen können, denn hier ist man überwiegend einsprachig. Als wir diesen dann fanden, gingen wir zu unserem Hotel. Nichts Besonderes, aber ich hab schon wesentlich schlechter gewohnt. Fußläufig waren genügend Lokalitäten, Bistros, Cafés und Bierbars. Das haben die beiden aber geschickt ausgesucht. Da wir sehr zeitig in Paris waren, konnten wir natürlich die Zimmer noch nicht beziehen. Deshalb machten wir uns in der Toilette der Lobby frisch und los ging es in Richtung Prinzenpark. In Stadionnähe angekommen, wollten die beiden erstmal etwas zu Mittag essen. Meine Devise beim Fußball "Eating is Cheating" behielt ich bei und während sich meine Begleitung jeweils einen Salat genehmigten, gönnte ich mir zwei Ales. Preislich kam es in etwa auf das Selbe. Eines stand fest, das wird ein teurer Spaß. Nach dem Snack machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Vor Jahren war ich schon mal hier, zum Championsleague-Spiel von Leverkusen bei PSG.

Am heutigen Tag rechnete ich nicht mit vielen Zuschauern. Wer will schon die Dominikanische Republik gegen Usbekistan sehen, zumal beide Teams nach zwei Spielen ausgeschieden waren? Überraschenderweise war hier gut was los. Wir durchquerten die diversen Kontrollpunkte und waren dann endlich im Umlauf dieser wunderbaren Betonschüssel. Jetzt ein Bier und los geht es. Denkste! Sport schauen und Bier trinken entspricht offensichtlich nicht dem olympischen Geist. Hier findet alles alkoholfrei statt. Die Enttäuschung stand mir förmlich ins Gesicht geschrieben. Ich könnte wetten, die restlichen 30.000 Zuschauer haben ähnlich empfunden. Zu meiner Verblüffung war die Bude gut gefüllt. Die Usbeken hatten sogar einen kleinen Fanblock. Hier wurde fleißig gesungen und getrommelt. Schnell wurde klar, das Publikum bei Olympia ist ein komplett anderes als bei Fußball-Großveranstaltungen. Der Kick auf dem Rasen war zudem recht unterhaltsam. Die Jungs auf dem Platz hatten Bock und es entstand ein munteres Spielchen mit Chancen auf beiden Seiten. Schnell gewann ein Spieler der Dom. Rep. unsere Aufmerksamkeit. Der Kerl hört auf den Namen Heinz Mörschel. Den Fachleuten der 3. Liga wird der Name etwas sagen. Der junge Mann agierte als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Karibik-Kicker. Blondiert, heruntergezogene Stutzen und eine sehr knappes Trikothöschen ließen ihn direkt ins Auge fallen. Hierzu stolzierte der Gockel locker über den Platz und spielte den tödlichen Pass. Was ein Typ?! In der 51. Minute spielte er den Ball steil in den 16 Meter-Raum und in Folge dessen wurde Elfmeter gepfiffen. Ob jetzt Hand oder Foul, was weiß ich denn?? Jedenfalls musste der VAR eingeschaltet werden und es gab Strafstoß. Nunez verwandelte sicher. 5 Minuten später erspielten sich die Spieler von der Seidenstraße das verdiente 1:1. Die Stimmung war ausgelassen und mitunter laut, aber anders als man es aus einem regulären Stadion kennt. Es gab noch weitere Chancen auf beiden Seiten, aber es blieb beim Remis. In diesem Betonkessel ging kein Lüftchen und somit produzierte ich gefühlt literweise Arschwasser. Völlig verschwitzt machten wir uns nach dem Abpfiff auf zu den kostenlosen Wasserstellen im Stadion. Hier hatte das IOC mal ne feine Idee. Ich schaute auf die Uhr und sie zeigte Bier o'Clock an. Wir machten uns auf den Weg in ein Bistro in der Nähe des Stadions. Hier war die große, kleine Schwester mit ehemaligen Studienkollegen verabredet. Juhu, endlich Bier!

Nach einem gut 15 minütigem Fußmarsch kamen wir an einer Art Restaurant an. Während die große, kleine Schwester sich zu ihren Kollegen gesellte, setzten sich die kleine, große Schwester und ich uns an einen Tisch. Als die Kellnerin angedackelt kam, gaben wir direkt unsere Bestellung auf. Mein 8 Euro Bier von Kronenbourg wurde mir doch glatt in einem Plastikbecher von Peroni serviert. Den Aperol Spritz für 10 Euro schütteten sie in ein Wasserglas. Und dann wundern sich die Franzaken, dass sie keiner mag?! Immerhin war das Bier süffig. Der Nachmittag nahm somit seinen Lauf. Zwischenzeitlich orderte ich immer wieder ein neues Bier, bestand aber auf ein ordentliches Glas. Immerhin konnte meinem Wunsch entsprochen werden. Irgendwann war das französische Fassbier aus und die Gauner drehten uns nun portugiesisches Super Bock aus der Flasche an. Multikulti wird hier gelebt, das steht fest. Als es Abend wurde, machten wir uns zurück zu unserer Unterkunft. Kurz frischmachen und dann mal was essen. In einem Bistro bestellte ich mir eine überteuerte Pizza mit Hühnerfleisch. Gar nicht mal so gut. Dazu bestellte ich noch zwei Bier. Die Bier-App muss ja auch gefüttert werden. Gegen Mitternacht war bei mir der Stecker gezogen. Zurück im Zimmer noch fix unter die Dusche und ab ins Bett.

Um 6:30 Uhr klingelte der verdammte Wecker. Aufstehen, hübsch machen und ab zur Metro. Auf dem Weg dorthin holte ich mir noch ein ordentlich belegtes Baguette. Das können die Franzosen, keine Frage. Rechtzeitig kamen wir am ehemaligen Expo-Gelände an. Hier in Halle 6 fand Handball in der Vorrunde statt. Etwa 5.000 Zuschauer fanden hier Platz. Zu meiner Verwunderung war die Bude um diese Zeit schon voll. Die Leute hatten Bock auf das Spiel. Das Spiel Ungarn - Norwegen war sehr kurzweilig und für Handballkenner durchaus begeisternd. Mir gefielen vor allem die letzten Sekunden. Beim Stand von 25:25 waren die Norwegen 10 Sekunden vor Ende in Ballbesitz, Wurf, gehalten. Nun konterten die Ungarn und der beste Spieler, Bence Imre, rannte alleine auf den norwegischen Keeper zu. Klar, der entscheidet nun das Spiel und Ungarn siegt. Haste so gedacht, Keule! Gehalten! Schneller Wurf nach vorne, der Norweger steigt mit Ball hoch in die Luft, Wurf ins Tor, Schlusssirene! Feierabend! Damit hatte nun keiner gerechnet. Die Stimmung in der Halle ging durch die Decke, und das um 10:30 Uhr am Morgen. Um 11:00 Uhr spielte dann Deutschland. Jede Menge Germanen waren vor Ort und sangen munter ihre Hymne. Hier hatte das ungeschlagene Deutschland gefühlt ein Heimspiel und war auch Favorit gegen die Vertreter vom Balkan. Das wiederum juckte sämtliche "Vic's" so gar nicht und sie spielten sich locker einen ungefährdeten, ereignislosen 6 Tore Vorsprung-Sieg ein. Ein ziemlicher Stimmungskiller in dieser Halle. So läuft es halt! Dennoch war es ein cooles Ereignis. Um 14:00 Uhr folgten die nächsten Begegnungen und wir mussten die Halle verlassen. Das war hier echt gut getaktet.


Unser offizieller Olympiabesuch war nun um 12:30 Uhr schon wieder beendet. Jetzt stand Sightseeing an. Erster Anlaufpunkt war natürlich der Eiffelturm. Dieser war von einer Seite aus gut besuchbar. Mit der Metro eierten wir nun dort hin. Die Sonne gab ihr Bestes und die Stadt der Liebe zeigte sich von ihrer wärmsten Seite. Dies war der Startschuss für die kleine, große Schwester immer wieder rum zu maulen, wie heiß ihr doch sei. Irgendwann nervte es dann doch. Die Ansage, es sei hier allen heiß, konterte sie mit "aber nicht so heiß wie mir". Gut, was willst du da noch sagen? Nach dem Eiffelturm sollte der nächste Stopp der Arc de Triomphe sein. Gar nicht so leicht hier ein Bild ohne Touris auf dem Kreisel zu machen. Nachdem dieser Programmpunkt abgehandelt war, entstand die Idee, man könne ja auf die Fan-Meile am Deutschen Haus gehen. Der DOSB hatte hierzu das Rugby-Stadion Jean-Bouin gemietet. Hier sollte um 17:30 Uhr der Hockeyklassiker Deutschland - Niederlande live gezeigt werden. Wunderbar, lasst uns hingehen! Während sich die große, kleine Schwester schon direkt zum Deutschen Haus machte, fuhr ich mit der kleine, großen Schwester zu Notre Dame. Hier schnell Bilder machen und noch etwas Essen. Wir schauten eine Weile bei den Bauarbeiten der Restaurierung zu und verzogen uns dann in ein Café um eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Auf dem Weg dorthin begegnete uns noch eine deutsche Pozilei-Karre. Die sind ja auch echt überall. Pünktlich zum Anpfiff schafften wir es nun nimmer. Egal. Langsam machten wir uns auf den Weg zum Rugby-Stadion. Online musste man sich Tickets buchen, Für schlappe 20,- €. Olympia ist ein teurer, elitärer Spaß. Nach gut einer dreiviertel Stunde kamen wir dann auch am Stadion an. Hier tummelte sich eine Handvoll deutsche Copper, die den Sicherheitscheck wie am Flughafen durchführten. Du liebe Zeit, und genau diese dauerte es auch.

Im Inneren des Stadions hatten die einiges aufgefahren. Diverse Gastronomiestände, eine große Bühne, auf der immer wieder ne Band auftrat, auf diversen Leinwänden und Monitoren lief Sport, es gab eine Kletterwand, Tischtennisplatten, Boule-Bahnen, Basketballkörbe, eine Wasserrutsche, Liegestühle und vieles mehr. Ich holte mir erstmal ein Bier. Beck's für 7,- €, aber immerhin vom Fass. Ich fragte die Cateringfrau, weshalb man hier in bar bezahlen könne, wenn doch sonst alles bargeldlos bei Olympia abläuft. Die Antwort gefiel mir, "Wir wollen ja auch Heimatgefühle aufkommen lassen". Da hatte die Gute recht. Das Sportprogramm, das übertragen wurde, war das Programm von Eurosport1. Somit schauten wir halt erstmal kein Hockey, sondern Wildwasserkajak und 3x3 Basketball. Das war schon enttäuschend. Dafür, dass die Vögel 20,- € Eintritt verlangten, waren die Preise gesalzen. Eine Handvoll Pasta mit Pesto für 12,- € oder eine Kugel Eis für 3.- € sind schon stattlich. Wenn man sich das Publikum allerdings betrachtete, dann war klar, denen ist der Preis ziemlich wumpe. Wer hier herumlungert, der hat ne Menge Speck im Portemonnaie, das steht mal fest. Trotzdem hat es Spaß gemacht. Die letzten 7 Minuten des Hockeyspiels wurde dann doch gezeigt. Deutschland besiegte die Holzschuhtänzer knapp, aber natürlich verdient mit 1:0. Das diese wiederum dann im Finale nochmal aufeinander treffen, konnte da noch niemand ahnen. Richtig laut wurde es dann noch zweimal. Einmal als die Mädels des Doppel-Vierers im Rudern ihre Bronzemedaille im Deutschen Haus präsentierten und dann etwas später, als Isabel Gose Bronze über 1.500m Freistil gewann. Super. Um 22:00 Uhr machte der Laden hier dicht, somit war um 21:30 Uhr die letzte Runde angesagt. Nun denn. Ein Beck's geht noch. Verschwitzt, leicht einen sitzen und zufrieden machten wir uns wieder zurück zur Unterkunft.

Zurück in Monteparnasse, verabschiedete sich die große, kleine Schwester und zog sich zurück. Ich steuerte das Café Gaité an. Hier hatte ich schon am Vortag Lust auf ein Brooklyn Defender IPA. Ohne in die Karte zu schauen bestellte ich mir eines. Geschmacklich ganz solide, aber als mir dann der Preis ins Auge flog, war es definitiv ein richtig gutes IPA. Diese Raubritter knöpften mir ganze 12,50 € für das Pint ab. Frech, einfach nur frech. Während ich mein Ale trank, holte der französische Rotzlöffel Léon Marchand erneut eine Goldmedaille im Brustschwimmen. Die Einheimischen feierten das wie verrückt. Ich gönnte es ihnen nicht eine Sekunde. Wer 12,50 € für ein IPA kassiert, der hat genug Gold abgestaubt. Die kleine, große Schwester gesellte sich nun wieder dazu. Wir ließen den Abend ausklingen. Wie aus dem Nichts stolperte ein junger Kerl mit Tablett an unseren Tisch. Auf diesem hatte er Crushed Ice, Schnaps und Limetten. Ob wir einen Drink wollten, für umsonst. Ich war irritiert, denn in dieser Stadt gibt es nichts umsonst. Wir willigten ein. Er fragte uns irgendwas auf französisch. Schwesterherz sagte, wir sprächen kein Französisch. Er solle doch bitte Englisch reden. Das tat er dann auch...ganze zwei Sätze. Jedenfalls faselte er etwas über seinen Rum oder was auch immer. Ehrlich gesagt, dieses Aguacana Cachaca war erfrischend und schmackhaft. Zusätzlich staubten jeder noch einen Strohhut ab. Wenig später kam ein Mädel aus seinem Promo-Team vorbei und schenkte mir ein Staff-Shirt. Na, geht doch. Die kleine, große Schwester schielte auf einen Fächer, ging aber dann doch leer aus. Nachdem der Schnaps verteilt war, bauten sie eine Musikbox auf und begannen mit Passanten auf der Straße, zu karibischen Klängen, zu tanzen. Hier war was los. Wir zwei zogen dann weiter in eine Beer Bar namens Murphy. Es gab einige ausgewählte Biere vom Fass. Die Preise waren auch hier kriminell. So lief es auf ein bedeutungsloses Lager hinaus. Mit Bier punktet die Gastro hier definitiv nicht. Wenn Wein nicht so scheiße schmecken würde, wäre ich wahrscheinlich besser bedient gewesen. Jetzt war es Zeit zu gehen. Duschen und dann endlich mal etwas länger schlafen.

Das Abenteuer Olympia neigte sich dem Ende entgegen. Heute stand nur noch Frühstücken gehen an. Wir entschieden uns für das Bistro "le café de la place". Zum einen hatten noch nicht so viele Lokalitäten geöffnet, zum anderen war es recht nahe am Hotel. Wir suchten uns einen Platz im Außenbereich. Die Sisters waren hungrig und wollten unbedingt frühstücken. Allerdings offenbarte die Speisekarte genau das, was ich erwartet hatte, der Franzose kann kein Frühstück. Während sich der Rest der Reisegruppe mit Croissant, Baguette mit Marmelade, Eiern und irgendeinem Kaffeezeug zufrieden gab, blieb ich beim kostenlosen Wasser. 39,- € dafür waren dann am Ende schon mal ne Ansage. Völlig bekloppt, die Gallier! Im Anschluss liefen wir noch eine Runde durch das Viertel und landeten auf einem Friedhof. Leider wollten die Damen diesen nicht näher erkunden. Mit Kultur war ihnen nicht zu kommen. Auf dem Rückweg zum Hotel deckten wir uns mit Proviant für die Rückfahrt ein. Kühle Getränke und belegte Baguettes sollten es für mich sein. Am Ostbahnhof lungerten wir noch eine Weile vor dem wirklich hübschen Bahnhofsgebäude herum. Da kamen bei mir Erinnerungen an das letzte Paris-Abenteuer hoch. Die Rückfahrt erfolgte mit dem TGV. Die Einrichtung erinnert etwas an eine bessere Regionalbahn, aber das Ding geht ab wie Schmidts Katze. Der Zug war gut gefüllt mit Olympiabesuchern aus Österreich, Deutschland oder auch Spanien. Sogar zwei Finnen saßen hinter uns. Die Olympischen Spiele verbinden. Ab Kehl wurde die zügige Fahrt jäh ausgebremst. Kein Wunder, denn wir waren im maroden Hoheitsgebiet der Deutschen Bahn. Mit etwas Verspätung kamen wir in Karlsruhe an. Das war nicht weiter schlimm, denn hier mussten wir den Zug wechseln und der Folgezug kam auch zu spät, ganze 25 Minuten. Willkommen zu Hause. In Anal-Stadt stieg die große, kleine Schwester aus und wir blieben sitzen. Zwar hätten wir nun in die Regionalbahn wechseln müssen, aber ich vertraute auf die Nichtkontrolle des Bahnpersonals. Und genau so kam es auch.

Somit endete dieser ungewöhnliche Ausflug zu Olympia. Anders als erwartet, aber sehr unterhaltsam und kurzweilig. Das war nicht mein letzter Olympiabesuch, das steht mal fest.

Fazit:
Olympia ist elitär und nichts für den schmalen Geldbeutel. Aber manchmal macht es Freude sich in einer anderen Bubble zu bewegen.

See you at Brisbane 2032!


Keep it tidy, geezers - don't get nicked!


Alfie Mace



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