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Euston.....wir haben ein Problem

  • Autorenbild: Alfie Mace
    Alfie Mace
  • 12. Jan. 2025
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Juli 2025

Coventry City - Millwall FC 0:0

Coventry Building Society Arena, Zuschauer: 28.216, Auswärtsfans: 1.022


Zum Jahresende sollte es nochmal ins Vereinigte Königreich gehen. Zwischen den Jahren bietet die britische Insel immer wieder feine Spielpaarungen, so auch dieses Jahr. Diesmal stand ein Trip nach Coventry an. Hier wollte ich schon immer mal vorbei schauen, denn auswärts ist Coventry oft eine ordentliche Nummer. Schon vor Wochen wurde der Flug gebucht und später dann das Ticket beim Club geordert. Da das Spiel auf einen Sonntag terminiert wurde, ging es diesmal von Samstag bis Montag über den Kanal. Der Plan war, gegen 20:45 Uhr in London zu landen und dann direkt die Pubs rund um London Bridge zu besuchen. Als ich in der Nacht vor dem Abflug für diesen online einchecken wollte, bemerkte ich, mein 20:00 Uhr-Flug wurde abgesagt und ich wurde auf 21:30 Uhr umgebucht. Ja, wunderbar. Somit wurden mir gut 90 Minuten Pub-Leben geklaut.


Am Abreisetag musste somit viel Zeit totgeschlagen werden, aber wofür hat man denn eine Playstation? Über das mobile Telefon checkte ich den Anfahrtsweg zum Flughafen. Offensichtlich hatte der ÖPNV mal wieder die üblichen Probleme. Deshalb fuhr ich rechtzeitig los, um in keine problematische Situation zu gelangen. Den Airport erreichte ich ohne Schwierigkeiten und konnte entspannt zu der Sicherheitskontrolle gehen. Hier blieben die Schnarchnasen auch zum Jahresende ihrer Lethargie treu und entschleunigten das Ganze. Im Duty Free Shop holte ich meinen Gastgebern, Mr. Elephant & Castle und seine Frau, ein paar Süßigkeiten. Die mir angebotene Dubai-Schokolade lag hier offensichtlich wie Blei in den Regalen, somit fand sie sich in einer Wühlbox wieder. Trotz Rabatt sollte das Zeug immer noch über 10,-€ kosten. Am Gate war die Hölle los. Viele Touris, die nach London wollten, um dort den Jahreswechsel zu verbringen, lungerten hier herum. Selbst Schuld, dachte ich mir. Vor Jahren hatte ich das mal gemacht, aber es hatte sich so gar nicht gelohnt. Die Wartezeit auf das Boarding wollte ich mir mit einem kleinen Snack verkürzen. Aber ich hatte keinerlei Lust darauf, mit einem Licher vergiftet zu werden und eine Bratwurst mit Brezel für 7,10 € fand ich doch arg frech. Dann halt nicht. Nach etwas Chaos beim Betreten der Maschine konnte ich endlich auf meinen Fensterplatz setzen. Kurz bevor es losgehen sollte, meldete sich der Kapitän des Flughobels und verkündete, die Tragflächen müssten vor dem Start noch enteist werden. Na, toll! Einige Minuten später meinte er dann, die Enteisung sei angemeldet, aber man müsse noch warten bis die Mitarbeiter kommen würden. Das erinnerte an die "prikäre Wetterlage" vom letzten Spiel in England. Kaum ist es an Deutschlands größtem Flughafen -1°C kalt, herrscht wieder Chaos. Da fragt man sich, wie die das in Kanada, Schweden oder Finnland im Winter hinbekommen? Nach gut 45 Minuten Wartezeit ging es dann endlich los. Während des Fluges holte der Airbus-Kutscher natürlich keine Minute auf. Den Pubabend konnte ich abschreiben, das war klar. Als ich in London ankam und die Underground betrat, schickte ich eine Nachricht an Mr. Elephant & Castle. Ich sollte direkt zu ihm kommen. Gut eine Stunde später stand ich vor seinem Haus, wir hatten nun 0:08 Uhr. Wir begrüßten uns und gingen in die Küche. Dort plauschten wir kurz über meine Anreise. Er bot mir ein Bier an und ich nahm dies dankend entgegen. Ein Spitfire. Da kommt ein Deutscher über den Kanal um nach Coventry zu gelangen, und er bekommt von einem Engländer ein Spitfire präsentiert. Diese Konstellation gab es in ähnlicher Form schon mal und das Ende ist wohl bekannt. Mehr Symbolcharakter ging wohl nicht. Nachdem ich mir das Bier einschenkte, verabschiedete sich Mr. Elephant & Castle ins Bett. Genau so hatte ich mir den Abend nicht vorgestellt. Gute Nacht!


Von wegen Gute Nacht.... Im Gästezimmer hatten die Gastgeber wohl vergessen die Heizung anzumachen. Es war so kalt, dass ich mir nachts eine Sweatjacke anziehen musste. Wer englische Häuser kennt, der weiß, Isolation eines Hauses ist relativ. Müde und verfroren stand ich am Morgen auf und machte mich im Badezimmer für den Matchday fertig. Gegen 10:00 Uhr wollten wir Mr. Belvedere treffen. Mit dem Bus fuhren wir zum Bahnhof Euston. Hier im Bahnhofspub gönnte ich mir erstmal ein London Pride und wir warteten auf Mr. Belvedere. Im TV lief eine schwarz-weiß Komödie mit Peter Sellers. So hätte ich den Sonntag auch verbringen können. Auf einem Monitor verfolgten wir die Abfahrtszeiten der Züge. Tja, welcher Zug hatte wohl Verspätung? Richtig, unserer. Somit war Zeit, sich noch ein Frühstücks-Ale zu gönnen. Dann wurde uns angezeigt, dass der Zug wieder pünktlich war. Einige Minuten später war er wieder zu spät. Wir leerten unsere Gläser und gingen los, um uns Kaltgetränke für die kurze Fahrt zu besorgen. In der Bahnhofshalle warteten wir gespannt auf das Abfahrtsgleis. Mit etwa 15 Minuten Verspätung betraten wir den Zug und fuhren nach Coventry. Im Zug waren nur wenige Millwall-Fans. Das lag daran, dass wir zeitig dort sein wollten und eine frühe Verbindung wählten. Mr. Belvedere wollte einen Arbeitskollegen vor Ort treffen. Dort angekommen, schlichen wir uns schnell aus dem Bahnhof, um nicht direkt von der Polizei in Augenschein genommen zu werden. Hier kannten wir uns aber nicht aus und liefen grob in Richtung Innenstadt. Wenn man sich nicht auskennt, dann ist es immer eine gute Taktik, der Masse hinterher zulaufen. Das Problem am heutigen Tag war, die anderen liefen nun uns hinterher. Nach gut 10 Minuten Fußmarsch schlug ich vor, den nächsten Pub anzusteuern. Somit landeten wir im "The New Squirrel". Netter Pub, ältere Trinker an einigen Tischen verteilt und die Musik war weihnachtlich. Wir setzten uns mit unseren Drinks an einen Tisch neben dem Kamin. Mr. Elephant & Castle bestellte sich ein alkoholfreies Guinness. Wir schauten ihn an und fragten ihn, ob er sie noch alle hätte. Er erwiderte uns, er würde heute nicht viel trinken, denn er müsse morgen arbeiten. Dass es das einzige alkoholfreie Getränk an diesem Tag für ihn sein würde, bleibt an dieser Stelle unerwähnt. Irgendwann gesellte sich Mr. Belvederes Kollege zu uns. Er war froh mal zu Hause rauszukommen. Seit ein paar Wochen wohnt ein Baby in seinem Haushalt. Viel Schlaf bekäme er offensichtlich nicht. Das sind die wahren Freuden junger Väter. Während wir uns so unterhielten, kam ein älterer Herr zu unserem Tisch und wollte wissen, ob wir aus London wären. Hier in seinem Pub würde man nicht oft Leute mit anderem Akzent haben. Er wünschte uns einen schönen Nachmittag und setzte sich mit seinem Pint Lager an den Nebentisch und las seine Zeitung. So würde ich gerne meine letzten Jahre verbringen. Im Tweet-Jackett mit Jumper und Hemd im Pub sitzen und Zeitung lesen. Gegen 14:15 Uhr riefen wir uns einen Uber und fuhren zum Stadion. Hier sollten wir den Teutonen treffen, der mit seinen beiden Söhnen das Spiel besuchen wollte. Als wir am Stadion ankamen, hatte ich den Eindruck, wir stehen vor einem Einkaufszentrum. Zwar waren viele Fußballmenschen da, aber von außen war das schon mal nichts. Wir mussten um das halbe Stadion gehen, um zum Gästesektor zu kommen. Hier wartete schon der Teutone, allerdings ohne die Nachkommen. Beide wurden über Nacht krank. Er wurde noch schnell die Kids-Tickets los und wir gingen hinein. Es war noch bisserl Zeit und somit gab es nochmal einen Schwung Bier für jeden.


Wir schafften es fast pünktlich zum Anpfiff auf unsere Plätze. Der Kick konnte beginnen. Und genau das war es auch, ein öder Kick. Wirkliche Chancen gab es in Halbzeit 1 nicht. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Millwall hatte seit dem Oxford-Spiel aus 5 Spielen 4 Niederlagen und einen Sieg geholt. Coventry konnte immerhin 3 Sieg und 2 Niederlagen einheimsen. Hier und da wurde bisserl auf Tor geschossen, aber gefährlich war es nicht. Gegen Ende des ersten Durchgangs gab es dann etwas Aufregung im Auswärtsblock. Ein paar motivierte Einheimische suchten Kontakt und es wurde wie wild gepöbelt. Dann kam der Pausenpfiff. Wir gingen strammen Schrittes von der Tribüne. Als wir im Umlauf ankamen, wurde von den Gastgebern ausgiebig gegen die Röllläden zwischen den Blöcken getreten. Das hatte eine feine Lautstärke. Der Gästepöbel stürmte daraufhin raus und an den Absperrgittern wurden sich dann fleißig Nettigkeiten an den Kopf geschmissen. Aber statt irgendwelchen Gegenständen das Fliegen beizubringen, wurden Handys gezückt und der ganze Zirkus gefilmt. Das war auf beiden Seiten zu sehen. Hier taten sich besonders die Youngsters, die aus irgendeinem Casual-Katalog entflohen sein mussten, hervor. Wir Älteren gingen wieder hinein und glänzten mit unseren Qualitäten am Bierstand. Warum das Bier in englischen Stadien so eisig sein muss, das verstehe ich bis heute nicht.

Ob wir wollten oder nicht, aber wir mussten uns nun Halbzeit 2 geben. In den ersten fünf Minuten kam kurz Hoffnung auf, dass das Spiel jetzt Fahrt aufnehmen würde. Pustekuchen! Das Gestolpere der Stümper auf dem Platz ging genau so weiter. Ich unterhielt mich mehr mit dem Teutonen als auf den Rasen zu schauen. City sang immer mal wieder ein Liedchen und Millwall überzeugte mit ihren Songs. Letztendlich waren wir alle froh, dass pünktlich nach 90 Minuten abgepfiffen wurde. Immerhin einen Punkt eingesackt und Good bye! Schnell nochmal aufs Klo und dann ab zur Tram-Station. Wir verabschiedeten den Teutonen, denn dieser kam mit dem Auto und musste einen anderen Weg einschlagen.


An der Tramstation war mächtig viel los. Wir hatten wenig Lust uns mit der Menge in die Straßenbahn zu quetschen. Somit kamen wir auf die Idee nochmal in die gegenüberliegende Mall zu gehen. Dort könnten wir noch einige kühle Hopfentorpedos für die Heimfahrt besorgen. Wir gingen los und standen nach unserem zehnminütigen Spaziergang vor verschlossenen Türen. Die Laune sank. Warum haben die um 17:15 Uhr nicht mehr auf? Die Lösung dieser Frage kam schnell. Wir hatten Sonntag. Es blieb uns nichts anderes übrig als zurück zur Straßenbahnstation zu laufen. Hier war es nicht mehr ganz so voll, aber wir mussten noch gut 15 Minuten auf die nächste Bahn warten. Urplötzlich kam ein Typ auf uns zu und laberte Mr. Belvedere voll. Aus seiner Jackentasche zauberte er zwei Dosen Holsten. Meine zwei englischen Begleiter lehnten dankend ab. Ich nicht. Einem geschenkten Gaul und so... Offensichtlich gibt es für die Briten eigene Etiketten. Dieses hatte ich so noch nicht gesehen. Egal, der Durst trieb es rein. Als wir irgendwann am Bahnhof ankamen, ging Mr. Belvedere los und besorgte uns Getränke für die Heimfahrt. Wir waren zu dritt und wie viele Biere holt er? Genau, er holt acht Bier. Das erinnerte mich an den Saarbrigger damals, der im Stadion für 3 Personen ebenfalls acht Bier holte. Bis heute denke ich über diese Rechnung nach und komme zu keinem schlüssigen Ergebnis.


Die Rückfahrt war ziemlich geschmeidig, hatten wir doch die Toilette genau gegenüber unseres Vierertisches. Das war durchaus ein Vorteil. So gut wie das belgische Bier aus dem Marks & Spencer auch schmeckt, so harntreibend ist es auch. Während der Fahrt nach London sprachen wir viel über die sportliche Situation unseres Lieblingsclubs. Als ich sagte, Spieler wie Romain Esse oder Femi Azeez würden bei mir nicht eine Sekunde spielen, war direkt Stimmung in der Bude. Es wären die besten Spieler und es laufe nur nicht, weil der Rest nicht gut genug sei. Meiner Ansicht nach, sind sie zu egoistisch und spielen nur für sich und die Galerie. Mr. Belvedere sagte, es sind Unterschiedsspieler und das braucht ein Team. Ich warf ein, das nur das Team an sich zähle. Und sie können mir ruhig glauben, denn deshalb sei Deutschland viermal Weltmeister geworden und England nur einmal. Dann war erstmal Ruhe und vier englische Augen schauten mich kritisch an. Als wir in Euston aus dem Zug stiegen, erhellte wieder das obligatorischen "Miiiiiillll" den Bahnhof. Gut 150 Millwall-Lads waren mit uns im Zug gewesen. Allein dafür hatte sich die Fahrt schon wieder gelohnt. Nun hatten wir Lust auf gezapftes Bier, mich sehnte es eher nach Ale. Folglich gingen wir in den Pub "Royal George" gegenüber des Euston Bahnhofs. Hier gönnte ich mir ein gar nicht mal so gutes Winter Ale namens Fireside Chat. Der Name überzeugt, der Rest eher weniger. Wir verbrachten hier eine Weile und im TV lief Darts. Früher hat mich das irgendwie mehr abgeholt. Irgendwann hatten wir die Idee, wir sollten nochmal an die London Bridge fahren. Ein Scheidebecher sollte es noch sein. Dort angekommen steuerten wir die "The Southwark Tavern" an. An der Theke holten wir uns noch ein Pint und gingen runter in den Keller. Bei mir war irgendwie der Stecker gezogen. Keine Ahnung warum, aber mir kam es so vor, als hätte ich einen Affen gekauft. Nach dem halben Pint war Schicht im Schacht. Die anderen beiden zogen dagegen durch. Wir verabschiedeten uns von Mr. Belvedere und mit Mr. Elephant & Castle steuerte ich den Imbiss "Café Rossi" an. Uns fiel auf, seit der Hinfahrt hatten wir nichts mehr gegessen. Mr. Belvederes Frau machte uns für den Hinweg ein Bratwurst-Sandwich. Im Hopfenwahn bestellte ich mir einen Chicken-Kebap. Diese Entscheidung würde ich so auch nicht nochmal treffen. Weshalb verrate ich nicht. Nachdem wir gegessen hatten, fuhren wir zurück zu Mr. Elephant & Castles Haus. War ich froh morgen nicht arbeiten zu müssen. Im TV lief schon wieder Darts. Da es uns aber nicht interessierte gingen wir direkt schlafen. Gute Nacht!


Von wegen Gute Nacht, die Zweite! Diesmal war es zwar nicht kalt, aber ich konnte nicht pennen. Mir war die Decke zu schwer. Ich hatte das Gefühl, sie erdrückt mich. Dazu fand ich keine Position, die wirklich bequem war. Erst in den frühen Morgenstunden fand ich etwas Schlaf. Der Wecker klingelte eindeutig zu früh für mich. Mr. Elephant & Castle arbeite schon fleißig im Home Office. Da hat sich das eine alkoholfreie Guinness ja tatsächlich ausgezahlt. Mit der U-Bahn fuhr ich dann nach Heathrow raus. Da ich völlig übermüdet war, hätte ich es fast verpasst, an Piccadilly Circus umzusteigen. Auf dem letzten Drücker kam ich noch aus der Bahn heraus. Die Fahrt zum größten Londoner Flughafen wäre komplett unspektakulär gewesen, wäre der Fahrer nicht einfach durch die Station Boston Manor ohne zu halten durchgefahren. Die anwesenden Fahrgäste waren genau so verwundert wie ich. Ach, bestimmt wollte hier keiner ein- oder aussteigen, erklärte ich mir die Situation. In Heathrow angekommen waren Unmengen an Touris zu sehen, die wohl zum Jahreswechsel hergekommen waren. Selbst Schuld, denn das wird eine schöne Enttäuschung für euch. Der Sicherheits-Check ging natürlich wieder zügig vonstatten und so betrat ich stressfrei den Transitbereich. Nun holte ich noch zwei Pepsi Maxx Mango und ein Meal Deal und wartete auf das Boarding. Überraschenderweise war der Flieger um diese Uhrzeit mal pünktlich. Montags scheint es besser zu funktionieren als sonntags. Ich hatte die Ehre am Notausgang zu sitzen. Das bietet immer schöne Beinfreiheit. Leider hatte ich kein Fenster. Als ich dachte, ich könne locker auf den Abflug warten, kam eine sehr unangenehme Tante im Harry Potter-Hoodie angewalzt und meinte, ich würde auf ihrem Platz sitzen. Die Flugbegleiterin checkte meine Boarding-Card und siehe da, ich saß richtig. Jetzt ging das Palaver los. Der Wonnepoppen motzte nun los, sie hätte extra diese Plätze für sich und ihren Mann gebucht. Die Stewardess erklärte ihr, es sei kurzfristig eine andere Maschine eingesetzt worden und sie sei umplatziert worden. Das wollte sie aber nicht akzeptieren. Wenn ich menschliche Größe hätte, dann hätte ich ihr den Platz überlassen können. Aber stattdessen grinste ich nur frech und nickte immer wieder mit dem Kopf. Der Koreaner neben mir blieb unbeeindruckt, denn er saß da in seinem Tottenham-Trikot und schaute Videos seines Helden Son auf dem Handy. Herrliche Situation. Jetzt kam die nächste Trulla mit ihrem Kerl angewackelt. Sie sollte auf der anderen Seite auf den Notausgangplätzen sitzen. Das missfiel ihr deutlich. Sie beschwerte sich lauthals beim Flugpersonal. Auch hier wurde ihr der Grund dafür erklärt. Leider machte ihr Pfälzer Dialekt die Situation fast unerträglich. "Halt doch einfach dein Maul", dachte ich bei mir. Allerdings konnte ich mich zusammenreißen und mein Mund blieb verschlossen. Kurz nach dem Start zog so ein Vogel seine Schuhe aus und belästigte seine näheres Umfeld mit seinen Käsemauken. Warum ziehen Leute ihre Schuhe im Flieger aus? Wäre ich auf Krawall gebürstet gewesen, hätte es sein können, dass ich zufällig beim Toilettengang den Latschen weggekickt hätte. Natürlich völlig unbeabsichtigt. Aber heute war ich doch zu müde.


In Frankfurt angekommen, passierte nicht mehr soviel. Direkt vom Flughafen ging es einkaufen für den Jahreswechsel, danach unter die Dusche und ab auf die Couch. 2024 war somit zu Ende, ein Jahr mit vielen Reisen für den Blog.. Es war kurzweilig, aber auch intensiv. Mal sehen was im kommenden Jahr so alles passieren wird.


Danke für die Aufmerksamkeit....bis in 2025!


Stay casual!

Nachtrag:

Der Millwall-Spieler Romain Esse ist zur Winterpause für 14,5 Mio. £ zu Crystal Palace in die Premier League gewechselt. Hmm....okay.


Keep it tidy, geezers - don't get nicked!


Alfie Mace









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