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Schwanengesang im Lions Den

  • Autorenbild: Alfie Mace
    Alfie Mace
  • 18. Mai 2025
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Juli 2025

Millwall FC - Swansea City FC 1:0 (1:0)

The Den, Zuschauer: 17.239, Auswärtsfans: ca. 1.200 (26.April 2025)

Zum Ende der Saison wollte ich unbedingt noch ein Spiel von Millwall sehen. Nach Kontrolle des eigenen Terminplans sowie der Flugpreise stand fest, es würde das letzte Heimspiel der Saison werden. Für mach war bei der Buchung klar, es wird ein stinklangweiliges Spiel um die "Goldene Ananas". Aber wie sollte es auch sein, es lief wieder anders. Millwall war der Meinung, sie müssten eine Siegesserie hinlegen, während die Konkurrenz sich gegenseitig die Punkte wegnahmen. Für dieses Spiel hieß es nun, wenn Coventry in Luton verlieren würde, dann hätte man als Tabellensiebter nur noch einen Punkt Rückstand auf einen Play Off-Platz. Let`s go!

Die Buchung des Fluges bedeutete, es würde mal wieder ein 24h-Roundtrip werden. Am Spieltag klingelte um kurz vor 6:00 Uhr morgens der Wecker. Was in der Arbeitswoche weh tut, ist am Spieltag kein Problem. Nach dem ich im Bad fertig war, zog ich noch die Jacke an und ab ging es zum Flughafen. Für diesen Trip benötigte ich nicht mal eine Tasche. Wozu auch, denn der Hinflug ging um 9:00 Uhr und zurück sollte ich am Sonntag um 9:05 Uhr kommen. Mit Erfrischungsgetränk nahm ich erst die U-Bahn und im Anschluss die S-Bahn zum Fraport. Zeitlich war das alles sehr entspannt, so dass ich stressfrei ankam und zur Sicherheitskontrolle schlendern konnte. Hier war wieder der normale Wahnsinn. Viele Mitarbeiter, die nur rumstanden sowie Fluggäste, die wenig Flugerfahrung hatten und den Verkehr aufhielten, tummelten sich hier. Ein Geduldsspiel bahnte sich an. Aber die Vorfreude auf den Tag ließ mich unbeschwert bleiben. Die Entspannung ließ dann ganz schnell nach, als mir die Raubritter des Kiosk auf dem Weg zum Gate, für eine Cola light und ein Hanuta 8,-€ aus der Tasche zauberten. Der Schock musste mit einem frisch gezapftem Bier bekämpft werden. Über diesen Preis lege ich den Mantel des Schweigens. Die Wartezeit ging dann zügig vorüber. Während des Check-Ins fragte ich nach, ob im Vereinigten Königreich die "UK ETA" kontrolliert werden würde? Dies wurde bejaht. Die "UK ETA" ist sozusagen das neue Visum für Großbritannien. Böse Zungen nennen es auch "Eintritt". Knapp 20,- € für zwei Jahre. Die Basken aus Bilbao werden wohl schmunzeln, wenn sie nach Manchester fliegen und mit Hilfe der "ETA" einreisen werden. Der Flug nach London war wahrscheinlich ereignislos, denn ich verschlief im Flieger nicht nur den Start, sondern auch den kompletten Flug.

In London angekommen war die Einreise wie immer, nach der "UK ETA" fragte niemand. In der digitalen Welt ist ja ohnehin alles miteinander verbunden. Bevor es zur Underground ging, lud ich erstmal meine Oystercard auf. Mit Mr. Elephant & Castle war ich eine Stunde später im "The Rocking Arms" verabredet. In Südlondon angekommen, nahmen wir erstmal ein Begrüßungspint. Ein Ale um 10:00 Uhr morgens vertreibt zwar gar nichts, schmeckt aber trotzdem. Danach ging es mit dem Doppeldeckerbus nach Bermondsey. Nachdem ich die letzten Male in England kein Full English Breakfast hatte, war der Wunsch danach besonders groß. Wir steuerten in der Old Kent Road das "Chef's Delight"- Café an. Hier bekommt man ein solides englisches Frühstück von einer rumänischen Einwandererfamilie serviert. Alles etwas ranzig, aber auch wieder stimmig. Als wir unsere Mägen mit dem kulinarischen Highlight des Tages gefüllt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Es war zwar erst kurz nach 12:00 Uhr, aber wir wollten vor Ort noch ein paar Pints zischen und vor allem die anderen treffen. Vor dem Café trafen wir dann überraschenderweise Mr. Elephant & Castles Ehefrau. Wir hielten einen kurzen Plausch und zogen dann weiter. Sie gab mir den Auftrag, gut auf ihren Mann aufzupassen. Ehrensache für mich. An der nächsten Ampel lief er erstmal bei Rot über die Straße und wurde fast von einem Auto erfasst. Ich konnte ihn gerade noch zurückhalten. Mit einem Schreck in den Knochen setzten wir unseren Weg fort. Unterwegs liefen uns fünf Fans aus Wales über den Weg. Der ideale Moment ein paar Schals den Besitzer wechseln zu lassen, aber dann fiel mir wieder ein, wo ich war. Hier kennt und macht man so etwas ja nicht. Glück für die Schafhirten. Am Stadion angekommen, holte ich mir erstmal ein Spieltagprogramm und einen weiteren Millwall-Pin.

Hinter der Cold Blow Lane-Tribüne war wieder eine Art Fanfest aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich aber die meisten Anhänger unter einem Zelt. Hier waren nicht nur die Bierautomaten aufgestellt, sondern auch zwei Fernseher aufgehängt. Man konnte das Spiel Luton Town - Coventry City live verfolgen. Wenn Coventry nicht siegt und Millwall dagegen schon, dann wären die Play Offs in Reichweite. Mr. Elephant & Castle steuerte erstmal seine geliebte Guinness-Maschine an. Ich dagegen ließ mir lieber von einem Menschen das Bier zapfen. Dann hat das Bier, in diesem Fall ein Spitfire Lager, auch eine Seele. Während ich mein Bier genießen konnte, schimpfte er wie ein Rohrspatz. Der Schaum des Guinness war nicht fest, es schmeckte abgestanden und sah auch nicht gut aus. Das kam jetzt wirklich überraschend. Nicht! Nach und nach kamen auch die anderen wie Firestarter sowie sein Bruder, Baldhead, Mr. PK als auch Mr. Belvedere samt Vater. Später gab sich noch Mr. Belvederes Bruder Massive P die Ehre. Das war nicht zu erwarten, denn am nächsten Tag wollte er den London Marathon laufen. Und wer ihn kennt, der weiß, was das für ein Unterfangen werden würde. Wir unterhielten uns angeregt und die Szenerie wurde immer voller. Auf den Monitoren verfolgten wir das wichtige Spiel aus der Kenilworth Road. Luton wollte unbedingt sein Heimspiel gewinnen und die Klasse halten. Verständlich, denn sie stiegen gerade erst aus der Premier League ab. Es war ein offener Schlagabtausch mit den deutlich besseren Chancen für Luton. Jedes Mal, wenn sie den Abschluss vergeigten oder daneben schossen, ging ein Raunen durch das Zelt. Wir tranken unsere Biere und hatten eine gute Zeit. Dann ging der Kick in die Nachspielzeit. Es lief auf ein 0:0 hinaus. Dies wäre natürlich nicht all zu schlecht, denn wenn Millwall später siegt, wären sie nur zwei Punkte entfernt. Aber es sollte anders kommen. Luton warf alles nach vorne. Und mit dem letzten Angriff schaffte es Coventry doch glatt, sich die Pille ins eigene Tor zu stolpern. Eigentor in der Nachspielzeit...herrlich! Hier entbrannte ein unfassbarer Torjubel. Alles sprang und hüpfte durcheinander. Come on Millwalll! Für uns war es dann Zeit hinein zugehen und zu schauen, ob diese Steilvorlage heute genutzt werden kann.

Das Spiel war natürlich ausverkauft und die Spannung war elektrisierend. Mr. Elephant & Castle und ich gingen auf unsere Plätze im Oberrang. Der Rest gesellte sich in die darunterliegenden Tribüne. Wir zwei Experten brauchen natürlich eine bessere Sicht um die taktischen Feinheiten zu analysieren und zu diskutieren. Wir nahmen unsere Plätze ein und waren bereit für das Spiel. Die Aufstellung versprach Offensive und das wollten wir sehen. Bevor es los ging, schauten wir wieder nach den Touris, die ihr Ticket in der Hand hielten und ihre Plätze suchten. Immer wieder lustig zu sehen, wie sie reagieren, wenn ihr Platz besetzt ist. Sie können ja nicht wissen, dass hier jeder sitzt wo er will. Die Stewards jedenfalls sieht man auf dieser Tribüne eher nicht. Fußballreisende sollten eher auf der Gegentribüne, dem Docker Stand, sitzen. Anpfiff und los ging es. Millwall versuchte das Spiel zu machen, Swansea hielt dagegen. Ein munteres Spielchen entwickelte sich. Die Gäste waren erstmal tonangebend, zumindest auf dem Platz. Mit der Zeit glichen sich die Spielanteile aus. Jeder hatte mal einige Torchancen. In der 38. Minute gingen dann die Gastgeber nach einer wilden Kombination in Führung. George Saville sorgte mit seinem ersten Saisontor für ein Tollhaus. Den Jubel und viel Erleichterung brüllten die Zuschauer heraus. Dazu flogen Leute durch den Block und lagen sich dann in den Armen. Wunderbare Szenen spielten sich ab. Dann war endlich Halbzeit. Der ideale Moment, um die Toiletten aufzusuchen. Dort spielten sich die üblichen Bilder ab. Sagen wir so, hier kommt man nicht nur zum pinkeln her. Hier trifft man sich auch zum rauchen...und Ähnlichem. Die zweite Halbzeit spielte sich gleichermaßen ab. Chancen auf beiden Seiten, aber keiner war in der Lage das Spiel an sich zu ziehen. Im Verlauf verflachte die Partie. Die Spannung stieg. Die anderen Ergebnisse waren klar im Sinne von Millwall. Die Nervosität stieg weiter und die Stimmung auf Seiten der Gastgeber wurde ruhiger. Jetzt hörte man überwiegend die Schwäne aus Wales. Die konnten singen, und das richtig gut. Lange keinen so guten Auswärtssupport gehört. Zwischendurch wurden auch immer wieder Banner gehisst, um den Rivalen aus Cardiff einen schönen Abstieg zu wünschen. Der Stadionsprecher forderte kurz vor Schluss die Zuschauer auf, nach dem Spiel nicht auf den Platz zu rennen. Er verbot es förmlich. Da sind wir mal gespannt. Nachspielzeit, ganze sieben Minuten wollte der Unparteiische die Begegnung noch laufen lassen. Jetzt nur keinen Fehler machen und es noch vergeigen. Es klappte. Abpfiff und was passierte natürlich? Richtig, ein paar hundert Zuschauer rannten auf den Platz. Millwall war nun auf Tabellenplatz 7 und punktgleich mit dem 6. Platz. Es war also nächste Woche alles möglich. Auf dem Spielfeld rannten einige Anhänger in Richtung Gästetribüne, um diesen dann die Meinung zu geigen und um sie zu beschimpfen. Andere versuchten Trikots abzustauben, wieder andere machten Bilder. Einige Kinder schnappten sich Fußbälle und schossen auf das Tor. Dass Kids und Teenager auf den Platz rennen, das kann man verstehen. Aber dass erwachsene Männer, auch Familienväter, auf dem Rasen herumturnen und den Affen machen, das ist schon arg würdelos. Mr. Elephant & Castle und ich wechselten die Tribüne und gingen zu den anderen in den Unterrang. Allerdings waren hier nur noch Mr. PK und der große Bruder von Mr. Belvedere. Wir blieben kurz und verließen dann das Stadion, um freudestrahlend Richtung U-Bahn zu gehen.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir London Bridge. Mr. PK sagte, wir würden die anderen im Pub "The blue Maid" treffen. Das klang doch hervorragend. Diese Kneipe kannte ich noch nicht und mit Sicherheit war sie besser als "The Sheaf". Von außen war das schon arg fein. Von innen allerdings schon nicht mehr. Toller Hipster-Pub. Taghell, außergewöhnliche Biere und es lief kein Sport. Eigentlich hätte ich gerne das FA-Cup Halbfinale Crystal Palarse und Aston Villa gesehen. Aber die Millwall-Herren schauen aus Prinzip keine Spiele der Rivalen. Dann halt nicht. Ich trank mich etwas durch die Bierkarte, fand aber irgendwie nicht das Richtige. Zwischen Limo, überhopftem Bier und Spülmittel war alles dabei. Die englischen Gourmets labten sich an der Hausmarke. Irgendein englisches Bier, das Pilsner sein sollte. Nach gut zwei Stunden wechselten wir erneut die Lokalität und steuerten das "The Kings Arms" an. Mittlerweile ein Stammpub der Lads. Mit Kamin, Teppich, Ledersofas als Einrichtung und Sport im TV. So lässt es sich aushalten. Als wir ankamen, lief noch Golf. Später konnten wir dann Rugby schauen. Mr. Elephant & Castle und Firestarter stellten sich gleich ein paar Guinness rein, denn hier wurde immerhin gut gezapft. Zwischenzeitlich gab es noch etwas wilderes Palaver. Weshalb? Man konnte sich nicht einig werden, wer die nächste Runde zahlen darf. Mr. Belvedere merkte irgendwann an, dass sämtliche Guinness nur zu zwei Drittel ausgetrunken wurden. Aber sowohl Firestarter als auch Mr. Elephant & Castle stritten ab, dass es sich um ihre Biere handelten. Dem Wahrheitsgehalt dieser Aussagen wurde aber nicht viel Glauben geschenkt. Im Verlaufe des Abends wurde mir klar, ich würde die Nacht am Flughafen verbringen und ich sollte eventuell mal die Schlagzahl zurück schrauben. Dann dachte ich wiederum, ich würde ja noch etwas essen und dann ist ja alles nur noch halb so schlimm. Mr. Belvedere schlug vor, wir könnten nochmal den Pub wechseln. Heute Abend fände noch ein großer Boxkampf statt, der halb England in den Bann ziehen würde. Conor Benn würde gegen Chris Eubanks jr. kämpfen. Beide wären nicht auf den Mund gefallen und es gab hitzige Wortgefechte im Vorfeld. Zudem sind beide die Söhne von bekannten ehemaligen englischen Profi-Boxern. Gesagt, getan. Mit Big John, Mr. Belvedere sowie Firestarter gingen wir in die nächste Pinte, die "The Bridge Tap". Mr. Elephant & Castle hatte zu diesem Zeitpunkt schon die Segel gestrichen. Die Bude war gerammelt voll. Keine Chance einen Sitzplatz oder ein Getränk zu bekommen. Wir suchten uns einen Platz, damit wir die Leinwand gut sehen konnten. Vor uns waren drei Pappnasen aus Birmingham. Diese Villians hatten in Wembley drei Ohrfeigen von Palace bekommen und sind sang- und klanglos mit 3:0 im FA Cup-Halbfinale gescheitert. Keine Ahnung wie die hier gelandet sind. Die Stimmung war ausgelassen und die Sympathien etwa gleich verteilt. Während des Kampfes bemerkte ich, dass Firestarter gar nicht mehr bei uns war. Naja, Schwund ist immer. Einer der Villa-Supporter stand dann auf und ging an uns vorbei. Hinter uns war der Seiteneingang und genau da wollte der Kollege durch. Diese Idee war allerdings suboptimal. Er ging hinaus, atmete frischen Sauerstoff und zack, machte er die Biege. Er lag bzw. saß nun halb auf den Stufen. Wir machten nun seine Begleiter auf ihn aufmerksam. Die hatten jetzt das Dilemma, kümmert man sich um die Saufziege oder schaut man noch fix die letzten Runden? Mit dem Blick zur Leinwand fingerten sie an ihren Kumpel herum. Irgendwann kam dann der Bouncer und setzte den Betrunken auf die Straße. Die beiden anderen schauten den Kampf weiter. Männerfreundschaften sind besonders. Der Boxkampf ging über die volle Distanz, aber statt das Ergebnis abzuwarten, drängte Mr. Belvedere darauf, jetzt erneut den Pub zu wechseln. Man habe den Kampf ja gesehen und das Ergebnis sollte klar sein. Na, dann!? Wir gingen einmal um die London Bridge Station zum Pub "The Shipwrights Arms". Aber da ich von Hause aus vernünftig bin, bestellte ich nur eine Cola light während die anderen ihren Scheidebecher Lagerbier tranken. Danach war hier Feierabend. Die Lichter gingen an und der Pub schloss. Wir verabschiedeten uns und die beiden gingen ihrer Wege nach Hause. Für mich war die Nacht noch nicht vorbei, sondern ging jetzt erst los.

Bevor ich die U-Bahn Richtung Heathrow nahm, ging ich nochmal in "Rossis Café". Hier

bestellte ich mir einen Quarter Pounder mit Fritten. Hunger hatte ich nicht wirklich, aber es war notwendig etwas zu essen, um einigermaßen fit zu sein. Nachdem ich mein Nachtmahl hatte, fuhr ich gut eine Stunde raus nach Heathrow. Gegen 2:15 Uhr erreichte ich den Flughafen und ging in Richtung Abflugbereich. Im "Café Nero" ergatterte ich den letzten Sitzplatz. Einige wenige Sitzgelegenheiten gab es hier, Der Rest war gesperrt. Hier wird so gar nichts für die Nachtgäste getan. Die Nacht zog sich wie Kaugummi. Die Zeit wollte nicht herumgehen. Irgendwann waren sämtliche Reels geschaut. Der Hintern tat weh, ebenso die Beine und die Füße. Eines war klar, zu Hause würde es sofort ins Bett gehen. Ach Quatsch, direkt im Flieger würde ich schon schlafen. Nach einer Weile stand ich auf und drehte meine Runden um wach zu bleiben. Gegen 4:30 Uhr öffnete endlich der Securtity Check. Verrückt was hier los war. Mit etwas Wartezeit brachte ich auch dies hinter mich. Ich schleppte mich in Richtung Gate. Hier musste ich noch etwa 45 Minuten warten, bis ich mir ein neues Getränk und ein Meal Deal holen konnte. Wenn man so da sitzt und mitbekommt, wie man immer nüchterner und aber zeitgleich müder wird, das ist schon deprimierend. Etwa gegen 6:10 Uhr begann das Boarding. Diese Maschine war doch glatt ausgebucht. Um diese Uhrzeit, völlig absurd. Als ich mich an meinen Fensterplatz auf dem Sitz nieder ließ, war ich plötzlich hellwach. Den toten Punkt hatte ich wohl überwunden. Jetzt hatte ich gut eine Stunde die Gelegenheit dem Schnatterinchen hinter mir zuzuhören. Wie kann man denn am frühen Morgen so einen Redeschwall haben? Puppenmunter ließ ich es über mich ergehen. Schlimmer muss es der jungen Damen neben mir ergangen sein, denn sie musste zusätzlich auch noch meine Alkoholfahne ertragen. Am Zielflughafen angekommen, ging es für mich ohne großen Probleme durch die Passkontrolle bis hin zur S-Bahnstation. Wie so oft stand hier eine gewisse Wartezeit an. Irgendwann nach 10:30 Uhr war ich dann zu Hause. Ab unter die Dusche und den Sonntag genießen. Schlaf sollte ich an diesem Mittag und Nachmittag nicht mehr finden.

Ein 24 Stunden-Ausflug ging zu Ende. Die Hoffnung auf die Play Offs war noch am leben, auch wenn keiner wirklich aufsteigen wollte. Es hatte Freude gemacht diese Saison so zu Ende zu bringen. Mit dem Trainerwechsel und den zahlreichen Transfers in den beiden Wechselperioden konnte die Runde doch sehr erfolgreich gespielt werden. Für mich persönlich war es ebenfalls eine ereignisreiche Spielzeit. Fünf Spiele, eine Niederlage, zwei Unentschieden und zwei Siegen konnte ich erleben. Dazu konnte ich drei neue Stadien besuchen. Am darauffolgenden Spieltag unterlag Millwall beim Meisterschaftsaspiranten FC Burnley mit 1:3. Burnley wäre auch Meister der Championship geworden, wenn Leeds United nicht in der 90.+1 Minute den 2:1-Siegtreffer gegen Plymouth erzielt hätte. So ist Fußball!

Die kommende Saison bringt neben Ipswich Town, Leicester City und Southampton auch noch Birmingham City, Wrexham AFC sowie den Sieger aus Leyton Orient gegen Charlton Athletics. Es bleibt spannend.

Der nächste Trip mit Flughafenübernachtung steht schon fest......aber das wird dann biblisch in Wembley! The Hype is real!


Keep it tidy, geezers - don't get nicked!


Alfie Mace



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